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Änderungen in der Beratungshilfe zum 01.01.14 - Vorsicht Falle!

Es ist soweit: zum 01.01.2014 hat der Gesetzgeber nun das Beratungshilfegesetz geändert. Die Möglichkeit, Beratungshilfe zu bekommen, ist nun stark eingeschränkt worden.

Die Beratungshilfe hat ganz entscheidende Änderungen zum 01.01.14 erfahren:

So gibt es - wenn überhaupt- Beratungshilfe zunächst nur noch für eine Beratung! Der Gesetzgeber geht davon aus, dass sich der Ratsuchende  nach einer Beratung beim Rechtsanwalt selbst gegenüber der Behörde etc vertreten kann! Nur in Ausnahmefällen soll es Beratungshilfe für eine Vertretung - also ein Handeln nach außen- geben!

Weiterhin kann die Beratungshilfe nun noch bis zu einem Jahr nach Bewilligung widerrufen werden! Das hat dann zur Folge, dass der Mandant den Rechtsanwalt selbst zahlen muss! Das soll insbesondere dann gelten, wenn der Ratsuchende etwas aus der Beratung/ Vertretung erlangt hat. Problematisch dürfte das meines Erachtens aber sein, wenn der Mandant Gelder erlangt, die ihm als Sozialleistungen zugestanden hätten. Es wäre paradox, wenn er davon auch noch seinen Anwalt bezahlen müsste! Denn das sind Gelder, die er zum Lebensunterhalt braucht(e). Warten wir mal ab, wie die Gerichte reagieren.

Des Weiteren kann ein Anwalt mit den Mandanten nun trotz Beratungshilfe Gebührenvereinbarungen schließen oder Erfolgshonorare vereinbaren.

Durchsetzen kann er dies allerdings nur, wenn Beratungshilfe nicht gewährt oder widerrufen wird.

 

Soviel erstmal zu den wichtigsten Änderungen!

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